Ganze 14 Stunden im Reisebus – eine Zeitspanne, in der man entweder neue Freundschaften schließt oder beschließt, nie wieder neben bestimmten Personen zu sitzen. Die Stimmung schwankte zwischen Vorfreude, Snack-Tauschgeschäften und der verzweifelten Suche nach der bequemsten Schlafposition auf 40 Zentimetern Bus-Sitz.
Angekommen im Planner Berghaus – einem charmanten Selbstversorgerhaus mit rustikalem Hüttenflair – wurde schnell klar: Hier wird nicht nur Ski gefahren, hier wird auch gekocht, geschnippelt und gespült. Frühstück, Mittag- und Abendessen lagen fest in Schüler- und Lehrerhand. Auf dem Speiseplan standen unter anderem legendäre Käsespätzle (mit Käseanteil „nach Gefühl“), Pizza in kreativen Interpretationen und eine Kartoffelsuppe, die mal als Suppe, mal als Eintopf durchging. Kochtalente wurden entdeckt, Küchenkräfte geboren – und Spüldienste neu verhandelt.
Sechs Tage lang ging es vormittags und nachmittags auf die Piste. Während einige schon elegant den Hang hinuntercarvten, übten andere noch intensiv den klassischen „kontrollierten Schneepflug mit überraschender Richtungsänderung“. Blaue Flecken wurden zu Trophäen, Stürze zu epischen Geschichten und spätestens nach dem dritten Skitag sah man deutliche Fortschritte!
Die Abende gehörten dem Hüttenleben: gemeinsame Spiele, Lachanfälle, Rodelaction und das absolute Highlight – die feierliche Ski-Taufe aller neuen Talente. Unter dem ehrwürdigen Ruf „Nieder, nieder auf die Knie, trinket göttlich Wasser von diesem Ski!“ wurden die Neulinge offiziell in den Kreis der Pistenhelden aufgenommen – mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und absolutem Unsinn, wie es sich gehört.
Am Ende kehrte die Gruppe müde, aber stolz zurück nach Hause. Im Gepäck: neue Freundschaften, Muskelkater an bisher unbekannten Stellen und die Erkenntnis, dass man mit 30 Jugendlichen, fünf Lehrkräften, sechs Skitagen und einer großen Portion Humor ziemlich viel erleben kann. Planneralm 2026 – wir kommen wieder.